Interpretation „Der Retter“

Hier die fertige Interpreation zur Geschichte „Der Retter“ aus dem Unterricht:

Ich denke, der Autor will mit dieser Geschichte zeigen, dass man schwierige Situationen nicht allein bewältigen kann, sondern sich mit anderen Personen – egal ob man sie mag oder nicht – zusammenraufen sollte.
William M. Harg setzt dies um, indem er in seiner Geschichte zwei Charaktere wählt, die sich nicht ausstehen können. Senter mag den Schiffshund nicht und dieser kann ihn ebenfalls nicht ausstehen („Senter mochte den Hund nicht, und […] [das Tier] erwiderte […] seine Abneigung.“ Z. 10f). Deshalb hat Senter zu Beginn auch kein Bedürfnis, den Hund zu retten. Stattdessen versucht er, ihn  von der Planke zu stoßen, um selbst zu überleben (Z. 13f).
Erst als er bemerkt, dass der Hund „es länger aushalten [kann] als er“ (Z. 18), kommt Senter zur Ruhe und erkennt, dass er von dem Hund lernen und profitieren kann (Z. 25ff). Der Hund nämlich verfällt nicht in Panik sondern „tut ganz einfach, was im Augenblick getan werden [muss]“ (Z. 29ff). Während Senter panisch an seinen eigenen Tod denkt und deshalb „bereits ein Dutzend Mal gestorben [ist]“ (Z. 32f), denkt der Hund nicht an die Zukunft sondern bleibt ganz ruhig. Senter nimmt sich hieran ein Beispiel und versucht ebenso nicht an die Zukunft zu denken (Z. 37f).
Damit der Hund ihn auch weiterhin daran erinnern kann und ihm so helfen kann, nicht „den Verstand [zu] verlieren“ (Z.43), bindet er am zweiten Tag den Hund an der Planke fest, damit dieser gemeinsam mit ihm überleben kann (Z. 43f). Hier hat Senter bereits erkannt, dass er ohne den Hund diese Situation nicht überleben kann. Dies wird noch einmal besonders deutlich, als ein Frachter an ihnen vorbeifährt ohne sie zu bemerken (Z.45ff), weil sich Senter wieder einmal nur durch die Augen des Hundes beruhigen kann (Z. 50).
Nach ihrer Rettung ist Senter erst beruhigt, asl er weiß, dass auch der Hund gesund ist und überlebt hat (Z. 56). Er weiß genau, dass er dem Hund sein Leben zu verdanken und in ihm einen neuen Freund gefunden hat.
Das Verhältnis der beiden hat sich also im Verlauf der Geschichte massiv verändert. Aus Feinden mit einer Abneigung füreinander sind Freunde, die gegenseitig ihr Leben gerettet haben, geworden. Dies zeigt, dass der Autor wirklich sagen möchte, dass man in extremen Situationen zusammenhalten muss.

Mir persönlich gefällt diese Geschichte sehr gut. Der Autor hat es gut geschafft zu zeigen, dass man zusammenhalten sollte, auch wenn man sich nicht mag. Jeder hat in seinem Leben Personen, die er vielleicht nicht ausstehen kann. Trotzdem sollte man sich zusammenraufen, denn gemeinsam ist man stärker als alleine.

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